Wie viele Schwestern vom Kostbaren Blut gibt es?

Momentan sind wir 32 Schwestern, wovon einige in unserer Filiale wirken.

Ist die Gemeinschaft der Schwestern vom Kostbaren Blut ein kontemplativer Orden?

Nein, aber man muss da unterscheiden. Eine Gemeinschaft ist nicht deswegen "kontemplativ", weil in ihr grosser Wert auf Anbetung gelegt wird. Anbetung ist selbstverständlich Mitte und Quellgrund jeden Ordenslebens. Unsere die Tag- und Nachtstunden umfassende Anbetung macht aus uns noch keinen kontemplativen Orden. Klassische kontemplative Orden sind vielmehr solche, die das Chorgebet u.a.m. pflegen, auch monastische Orden genannt. Dem stehen die betont aktiven Gemeinschaften gegenüber, die gezielt für ein bestimmtes apostolisches Werk gegründet wurden (Schulen, Krankenpflege etc.). In der Mitte dazwischen stehen zahlreiche Gründungen insbesondere des 19. Jahrhunderts, wo kontemplative Elemente und aktives Apostolat gleichermassen vorhanden sind. So auch bei uns, wo es ursprünglich kein Chorgebet gab. Zwischen der ewigen Anbetung und gewissen aktiv-missionarischen Initiativen besteht kein Gegensatz.

Bedeutet "ewige Anbetung", dass den ganzen Tag das Allerheiligste ausgesetzt ist?

Nein, nicht bei uns. Zumeist hat zwar der Begriff der ewigen Anbetung diese Bedeutung, aber bei uns ist damit die immerwährende, alle Tag- und Nachtstunden umfassende Aufopferung des Kostbaren Blutes im Dienste der Kirche gemeint.

Im Kloster Schellenberg wird die ewige Anbetung gehalten, in der Filiale St. Pelagiberg nicht: sind es dann zwei verschiedene Zweige der Schwestern vom Kostbaren Blut?

Das ist ein Missverständnis, welches aus der oben angesprochenen irrigen Gleichsetzung von Anbetung und Kontemplation herrührt. Man stellt sich dann vor, als würden die Schwestern im Mutterhaus "kontemplativ" leben, mit ewiger Anbetung und ohne aktives Apostolat, wohingegen die Schwestern in der Filiale "aktiv" leben, d.h. ohne ewige Anbetung, dafür mit apostolischem Engagement. Tatsächlich wird sowohl im Mutterhaus als auch in der Filiale das Erbe Mutter Brunners nach der hl. Regel gelebt mit dem einzigen, rein personell bedingten Unterschied, dass in einer Filiale mit nur wenigen Schwestern die ewige Anbetung nicht gehalten werden kann. Die Regel sieht deshalb vor: "Den Schwestern in der Filiale wird zur Anbetung von der Schwester Oberin eine Stunde des Tages bestimmt."

Welches sind die schulischen oder beruflichen Voraussetzungen, um in Schellenberg eintreten zu können?

Es gibt keine besonderen schulischen Voraussetzungen. Auf eine abgeschlossene Berufsausbildung legen wir grundsätzlich Wert. Wer sich gerade in einer universitären Ausbildung befindet, muss diese nicht unbedingt abbrechen für einen Eintritt. Einige Jahre der Auseinandersetzung mit Glaube und Berufung im Spannungsfeld einer Ausbildung in der Welt und die Erfahrung, für einen Abschluss etwas investieren zu müssen, sind ungemein wichtig für die Reifung sowohl der Persönlichkeit als auch der Berufung.

Kann man als Schwester später noch eine Weiterbildung machen?

Berufliche Weiterbildungen sind im Rahmen unserer Regel durchaus möglich, jedoch bislang nicht üblich und sicher in der mittelfristigen Zukunft keine Praxis. Es ist nicht ratsam, mit dem Wunsch nach späterer Fortbildung bei uns einzutreten, wiewohl einige in den letzten Jahren, aus konkreten Umständen heraus, Qualifikationen erworben haben. Die Entscheidung darüber liegt bei der Frau Mutter und hängt ab von Sinn und Nutzen für die Gemeinschaft.

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