Adeámus cum fidúcia ad thrónum grátiae...

"Lasst uns voll Vertrauen hinzutreten zum Throne der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden als Hilfe zur rechten Zeit."

Introitus vom Fest des Unbefleckten Herzens Mariens (22.8.) und vom Fest Mariens, der Mittlerin aller Gnaden (8.5.)
 
Die hl. Messe ist der Mittelpunkt des christlichen Lebens, also auch des Ordenslebens. Letzteres ist die vollkommene Entfaltung der Taufgnade in den Gelübden. Mithin bindet sich die Ordensschwester vollständig an den Altar. Dorthin bringt sie nicht nur sich, sondern die ganze Welt in fürbittendem Gebet; von dort empfängt sie den Bräutigam, wiederum nicht nur für sich, sondern für die Menschen in ihrem Herzen, das ein Tempel der Anwesenheit und Wirksamkeit Gottes in dieser Welt sein soll.

Die hl. Messe ist die Vergegenwärtigung bzw. Erneuerung des Kreuzesopfers Christi als Opfer der Kirche. Was einmal schmerzlich im Tode auf Golgotha geschah - die Vergiessung des Blutes - geschieht zu vielen Malen glorreich durch die Wandlung auf unseren Altären. Die Schwestern vom Kostbaren Blut verehren das Blut Jesu als lebendigen Quell der barmherzigen Gnade Gottes. Darum muss das Herz einer jeden Schwester an den Altar gebunden sein.

Der Altar ist Christus, welcher der Thron der Gnade genannt wird (Hebr 4,16). Zu ihm sollen wir voll Vertrauen hinzutreten. Gleiches wird vom Unbefleckten Herzen Mariens ausgesagt, die nach göttlichem Willen auf Golgotha zum Erlösungsopfer mitgewirkt hat und es jeden Tag bei seiner Darbringung in der Kirche tut. Darum muss das Herz einer Schwester vom Kostbaren Blut dem Unbefleckten Herzen Mariens verbunden sein, um mit ihr und in ihr das Kostbare Blut Jesu aufzuopfern für das Heil der Welt.

Mutter Brunner, unsere Gründerin, war von diesem sakramentalen Wert der hl. Messe als Opfer zur Reinigung und Verwandlung der Herzen tief überzeugt. So sagte sie: "Ein Priester, der auch nur das heiligste Messopfer und das Brevier betet, wie er soll, hat für denselben Tag viel gearbeitet, mehr als eine menschliche Zunge aussprechen kann." Alle für das tätige Apostolat notwendige Kraft und Segnung kommt vom Altar.
 
 
Unter schwierigen Umständen beschlossen wir Ende der 1970iger Jahre, als die Theologie die "anthropozentrische Wende" ausrief, die hl. Messe ausschliesslich in der Weise zu feiern, in der sie als theozentrisches Opfer Christi und der Kirche liturgisch klarer verdeutlicht wird. Im mittlerweile forma extraordinaria genannten alten Ritus wissen wir uns mit Mutter Brunner eng verbunden.

Wir feiern die hl. Messe als Hochamt (Ordinarium und Proprium), Amt mit Liedern (missa cantata), dialogisiert mit Liedern (oder ohne; missa dialogata) sowie als Stillmesse.

Die alte Messe ist freilich keine Garantie für die Heiligung derer, die sie feiern! Tugenden müssen weiterhin in den alltäglichen Pflichten geübt und vertieft werden, besonders die Nächstenliebe. Die hl. Messe entspricht zwar 90% des geistigen Tagewerkes, aber die übrigen 10% müssen durch die Mühsale des Tages erworben werden, damit die Messgnaden überhaupt fruchtbar werden an uns selbst und der Welt.
 
caselkelch

Kontakt

Dorf 35
9488 Schellenberg
Fürstentum Liechtenstein
+423 373 1167

Öffnungszeiten

Unsere Pforte ist geöffnet
  • werktags:
      - von 08:00-12:00
      - von 14:00-16:30

    sonntags:
      - von 14:00-16:00

Heilige Messe

(lateinisch)

Mo-Sa: 06:00 Uhr

an Sonn- und Feiertagen: 08:15 Uhr

täglich: 18:50 Uhr Sakramentsandacht mit Rosenkranz

© 2012 - 2017 Frauenkloster Schellenberg. Alle Rechte vorbehalten.